
Bryan Adams hat Leipzig beehrt.
Wieder einmal im black and blue Look, aber dieses Mal wurde nur zu deutlich klar, warum er ein schwarzes T-Shirt trägt. Das ist seine Arbeitskleidung als Hüter der Zeit im Wurmloch "GRSAZ". Nirgends sonst sind zwei Stunden so schnell vorbei. Mit dem ersten Song kündigte er 150 Minuten größten Spaß und allerbeste Rockmusik an. "There will never be another tonight" beschwor er die dankbare Fangemeinde. Besonders Keith Scott dürfte dem zustimmen, wird er doch von den Leipzigern fast mehr gefeiert als Mr. Adams himself. Die Band legte auf einer kleinen Bühne in der Mitte der Halle los, nach einem Bad in der Menge auf dem Weg dahin. Nach drei Songs wechselten sie auf die große Bühne. Da hatte Keith noch mehr Platz zum Singen und Springen und Hopsen wie ein kleines Kind durch Pfützen. Es war eine Freude, ihm dabei zuzusehen.
Abgesehen von "Open Road" wurde dieses Mal kein Song gespielt der jünger als "18 Til I die" ist. Die wenigen Schmusesongs wurden von den hüftschwingenden Fans dankbar als kurze Verschnaufpausen genutzt, bevor es wieder rockig weiterging.

Das große Finale fand dann auf der kleinen Bühne statt. Wie bei einer Zeitreise ging er musikalisch sehr weit zurück und spielte nach "She's only happy when she's dancing", wofür er sich eine handvoll Frauen zum Tanzen auf die nun winzig wirkende Bühne holte, noch Songs im Stil der 50er bei denen die Menge endgültig kein Halten mehr kannte. Er versprach, beim nächsten Besuch in Leipzig das neue Album fertig zu haben. Allerdings sagte er auch "The new CD will come and so does Christmas" also kann man nur hoffen, dass er Keiths treueste Fans nicht auf den folgenden Tourneen auslässt, bis er die CD endlich zufriedenstellend fertig hat.
Die Zeit verging viel zu schnell und reichte längst nicht für alle guten Songs aus seiner schier unendlichen Sammlung. Ich plädiere für ein schnelles Wiederkommen und da weitermachen, wo wir Montag Abend aufhörten.