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5/18/2007

 

Die Musik meines Kollegen Teil 1 - Electronica

Wir wollen heute einmal rausfinden, was andere Menschen gerne hören. Nicht jeder hält Prein für einen begnadeten Künstler und es soll sogar Menschen geben, für die Rock nicht das Non Plus Ultra ist. Für so manch einen ist Stille der schönste Klang und betrachte ich die musikalische Sammlung meines Kollegen, fange ich an, diese Leute zu verstehen. Aber tapfer wie ich bin, höre ich auch hier einmal rein und werde mit Sicherheit die eine oder andere Überraschung erleben. Da es reichlich umfangreich ist, richte ich mich mal nach seiner Unterteilung. Wir beginnen das Experiment mit dem Ordner Electronica.

Techno am frühen Morgen. Wenn man es nicht umwerfend findet, ist es eigentlich ganz schön einschläfernd. Auf dem Heimweg von einer durchtanzten Nacht dürfte ich es nicht hören. So lange man voll auf Koffein ist, treiben einen die stampfenden Bässe sicherlich gut an. Aber auch Kaffee kann einen nicht wach halten, wenn man nicht wach bleiben will.
Was ich als erstes bemerkte war, das Techno - sicherlich ist das nicht die richtige Bezeichnung, aber man möge mir verzeihen, ich kenne mich in dieser Stilrichtung ja sowas von null aus - eigentlich ertragbar ist. Wenn keiner "singt" und man ein supergutes Soundsystem hat. Dieser Armin von Buuren zum Beispiel ist in der richtigen Umgebung sicherlich nett anzuhören. Oh, Alexander Kowalski lese ich gerade in der Liste. Der Name fällt mir jetzt natürlich nur wegen meinem Polenfaible auf. Westbam sagt mir auch etwas. Macht der nicht immer bei dem Massenspaziergang durch Berlin mit? Was ich noch sagen kann, ist dass Ladytron oft gute Anfänge haben. Vielleicht könnte man sich aus diesen vielen Stunden Musik einen guten Track selbst zusammen schneiden.
Immer wieder muß ich jedoch an Lorelai Gilmore denken, als Luke eine Reggae CD hörte und den Song toll fand. "Das war das ganze Album!" Es gibt sogar Songs die absichtlich wie eine kaputte Platte klingen. Das hat was. Wenn die Nachbarn mal wieder Krieg anzetteln, werden sie so in die Flucht geschlagen. Musik mit Nutzen. Bitte mehr davon. Gerade kam der Eismann vorbei. Eigentlich auch ein tolles Lied.
Es gibt aber wirklich keinen herausragenden Track wo ich jetzt sagen würde "Boah, klingt der genial! Gleich noch einmal hören!" oder schnell weiter klicke, weil er extrem grottig klingt. Es ist für mich Fahrstuhlmusik. Ich kann jetzt Namen aufzählen aus der fast sieben Stunden dauernden Tracklist, aber ich könnte niemals das beste oder schlechteste Lied benennen.
So, jetzt brauch ich dringend erst einmal die Musiksammlungen von Julia und Rafael auf die Ohren. Es wird in nächster Zeit also noch so einige Berichte über andrer Leute Hörgeschmack geben. Auch mein Kollege ist noch längst nicht abgehakt. Also musikalisch jetzt.

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