a2m-news

10/08/2007

 

$222.000 für 24 Songs

Diese Songs waren für Jammie Thomas aus Minnesota nicht gerade ein Schnäppchen.
Im Schwurgerichtsprozess wegen illegalem Filesharing wurde sie in 24 Fällen für schuldig befunden und zu einer Gesamtstrafe von $222.000 verurteilt. Die RIAA (Verband der Musikindustrie der USA) hatte der Hausfrau vorgeworfen über Kazaa 1702 Songs zum Download bereitgestellt zu haben. Dass sie damit Urheberrechtsverletzung begangen und sowohl Plattenlabel, Musikverlage als auch Künstler um ihr "schwerverdientes" Geld gebracht hat, scheint sie trotzdem nicht zu interessieren. "Ich habe nichts Falsches getan!" hörte man sie nach der Urteilsverkündung sagen. Ihre Verteidigung argumentierte, dass es nicht nachzuweisen sei, dass Thomas sich persönlich an den Computer setzte und die Dateien umhergesendet hat. Nein, sie war es ganz bestimmt nicht! Eine eher schwache Ausrede, dachte offensichtlich auch das Gericht.

Das erste Urteil der insgesamt ca 26.000 eingereichten Klagen der RIAA führte zu hitzigen Diskussionen in Foren, Blogs und anderen Medien. Die Musikindustrie musste offenbar ein Exempel statuieren, um endlich klar zu machen, dass das illegale Bereitstellen, sowie auch der Download von Urheberrechtlich geschützten Inhalten kein Kavaliersdelikt ist.

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Comments:
Ich denke in Zeiten des HighSpeed-Internets und der kurzlebigen Weichspülsongs sollte man ein neues Wertesystem für Songs einführen. Es sollte eine weltweite Rangliste für alle jemals produzierten Songs geben und jedes Lied, das nicht in den oberen 10.000 ist, sollte zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen. Innerhalb der 10.000 können ja die Preise gestaffelt sein. Meinetwegen kosten die Lieder auf den Plätzen 9000 bis 10.000 je 10 Cent. Und Platz 1 dann halt ein bisschen mehr, so 1,99€.
Denn auch ich hab irgendwie keine große Lust, für ein halb bescheidenes Lied dass schon meine Großeltern mitsummten, noch 1,45 oder so zu zahlen. Dann verzichte ich lieber auf den Song oder schau immer mal bei ebay rein, was schade ist für alle Beteiligten, besonders für Künstler, die so nie Gehör finden.
 
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