
Diese Songs waren für Jammie Thomas aus Minnesota nicht gerade ein Schnäppchen.
Im Schwurgerichtsprozess wegen illegalem Filesharing wurde sie in 24 Fällen für schuldig befunden und zu einer Gesamtstrafe von $222.000 verurteilt. Die RIAA (Verband der Musikindustrie der USA) hatte der Hausfrau vorgeworfen über Kazaa 1702 Songs zum Download bereitgestellt zu haben. Dass sie damit Urheberrechtsverletzung begangen und sowohl Plattenlabel, Musikverlage als auch Künstler um ihr "schwerverdientes" Geld gebracht hat, scheint sie trotzdem nicht zu interessieren. "Ich habe nichts Falsches getan!" hörte man sie nach der Urteilsverkündung sagen. Ihre Verteidigung argumentierte, dass es nicht nachzuweisen sei, dass Thomas sich persönlich an den Computer setzte und die Dateien umhergesendet hat. Nein, sie war es ganz bestimmt nicht! Eine eher schwache Ausrede, dachte offensichtlich auch das Gericht.
Das erste Urteil der insgesamt ca 26.000 eingereichten Klagen der RIAA führte zu hitzigen Diskussionen in Foren, Blogs und anderen Medien. Die Musikindustrie musste offenbar ein Exempel statuieren, um endlich klar zu machen, dass das illegale Bereitstellen, sowie auch der Download von Urheberrechtlich geschützten Inhalten kein Kavaliersdelikt ist.
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